Ein außergewöhnliches Stück Musikgeschichte stand am 15. Oktober im Mittelpunkt eines Festabends im UNIQA Tower in Wien. Gemeinsam mit dem Nationalmuseum Prag präsentierte UNIQA das wiederentdeckte Werk „Per la Ricuperata Salute di Ofelia“. Die Kantate nach einem Text von Lorenzo Da Ponte entstand 1785 in Wien. Vertont haben sie Antonio Salieri, Wolfgang Amadeus Mozart und Cornetti gemeinsam. Das lange verschollen geglaubte Werk wurde 2015 im Tschechischen Museum für Musik entdeckt und gilt als weltweit einziges bekanntes erhaltenes Exemplar.
Ein Abend im Zeichen von Kultur und Zusammenarbeit
Gastgeberin des Festabends war Olivera Böhm-Rybak, Chief Corporate Business Officer International der UNIQA Group sowie Martin Rotkovský, Chief Corporate Business Officer von UNIQA Pojišťovna in Prag. Gemeinsam mit Jiří Šitler, Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich und Michal Lukeš, Generaldirektor des Nationalmuseums Prag, begrüßten sie Gäste aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Mittelpunkt standen die kulturellen Verbindungen zwischen Österreich und Tschechien sowie die Bedeutung von Austausch und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.
Wenn Musikgeschichte lebendig wird
Wie es zu dem außergewöhnlichen Fund kam, erzählte Markéta Kabelková, Kuratorin am Tschechischen Museum für Musik des Nationalmuseums. Sie nahm die Gäste mit in das Wien des Jahres 1785 und schilderte, wie das Werk nach langer Zeit wieder ans Licht kam. Das Original aus den Sammlungen des Nationalmuseums war an diesem Abend im UNIQA Tower zu sehen. Danach sprach die Musik für sich: Petra Matějová am Hammerklavier und die Sopranistin Irena Troupová spielten zunächst Salieris Rondo „Sola e mesta fra tormenti“ und Mozarts Klaviersonate F-Dur KV 280 (siehe Foto). Den Abschluss bildete die Ofelia-Kantate selbst.
Das Werk bringt dabei einen alten Mythos ins Wanken. Bis heute hält sich die Erzählung von der erbitterten Rivalität zwischen Mozart und Salieri. Historische Quellen zeichnen jedoch das Bild eines respektvollen Verhältnisses. Die Kantate zeigt nun, dass die beiden Komponisten zumindest zeitweise Seite an Seite arbeiteten, als sie das Werk gemeinsam mit Cornetti für die gefeierte Sopranistin Nancy Storace schrieben, die nach monatelanger Stimmerkrankung auf die Bühne zurückkehrte.
UNIQA und das Nationalmuseum Prag
Der Abend unterstrich zudem ebenso die langjährige Partnerschaft zwischen UNIQA und dem Nationalmuseum Prag. „Kultur schafft Verbindungen über Grenzen hinweg. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses einzigartige Zeugnis gemeinsamer europäischer Musikgeschichte gemeinsam mit dem Nationalmuseum Prag in Wien zeigen durften“, so Olivera Böhm-Rybak.
Ein Zuhause für die Kunst
Auch in Österreich haben Kunst und Kultur bei UNIQA einen festen Platz. Als größter Kunstversicherer Österreichs schützt UNIQA die Bestände von Museen und Galerien ebenso wie private Sammlungen. Zugleich gibt das Unternehmen jungen Talenten gezielt eine Bühne mittels dem UNIQA Kunstpreis, den die Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit UNIQA alle zwei Jahre vergibt. Mit 15.000 Euro zählt er zu den höchstdotierten Nachwuchsförderpreisen des Landes. Im Jänner wird das Foyer des UNIQA Tower deshalb wieder zum Ort für Kunst: Am 26. Jänner 2027 eröffnet dort die Ausstellung von Jakob Kolb, dem Preisträger 2026.