„Österreich verfügt über ein starkes, öffentliches Gesundheitssystem. Aber mit der Demografie lässt sich nicht verhandeln: Wir werden älter, benötigen mehr medizinische Leistungen und zugleich gibt es immer weniger Menschen im Erwerbsalter, die diese Leistungen finanzieren und erbringen können. Wer die Gesundheitsversorgung von morgen sichern will, muss öffentliche Stärke und private Initiative zusammendenken. Deshalb braucht es kein Gegeneinander von öffentlich und privat, sondern eine kluge Zusammenarbeit. Private Vorsorge entlastet das System, schafft zusätzliche Kapazitäten und hilft, die medizinische Versorgung für alle langfristig abzusichern.“
René Knapp, Vorstand bei UNIQA Insurance Group AG, verantwortlich für Personal Lines & Asset Management
„Der Beitrag der privaten Zusatzversicherung zur Gesundheitsversorgung ist im Alltag konkret sichtbar: Wahlärztinnen und -ärzte schaffen zusätzliche Termine, Privatkliniken stellen Betten und OP-Kapazitäten bereit und Sonderklassezahlungen stärken die medizinische Expertise in öffentlichen Häusern. Privat finanzierte Leistungen erweitern die Kapazitäten im Gesundheitswesen und schaffen Spielraum für alle. Zusätzlich haben Zusatzversicherte vielfältige Präventionsmöglichkeiten – das schafft Gesundheit und entlastet Versorgungssysteme.“
Hans Aubauer, Leiter Group Health Insurance bei UNIQA Insurance Group AG und CEO UNIQA Health Service
Facts & Figures Gesundheitssystem Österreich
Ein starkes System unter wachsendem Druck
- 99,9 Prozent Absicherung: Das österreichische Sozialversicherungssystem erreicht nahezu die gesamte Bevölkerung.
Quellen: State of Health in the EU - Austria Country Health Profile (Seite 12 (14) im pdf)
Gesundheitsausgaben Österreich – erstmals die 60-Milliarden-Marke überschritten
- Die Ausgaben im österreichischen Gesundheitswesen haben im Jahr 2025 erstmals die 60-Milliarden-Marke überschritten. Mit 61,3 Mrd. Euro (11,9 % des BIP) wurden von öffentlicher und privater Seite um 3,5 Mrd. mehr für das Gesundheitswesen ausgegeben als 2024.
- Die laufenden privaten Gesundheitsausgaben beliefen sich auf 14,95 Mrd. Euro bzw. ein Viertel (24,4 Prozent) der laufenden Gesundheitsausgaben.
Quelle:
Statistik Austria Gesundheitsausgaben 2025
- Österreich im OECD-Vergleich im Spitzenfeld: Im Vergleich der 38 OECD-Länder belegte Österreich 2024 mit einem Anteil der laufenden Gesundheitsaus gaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 11,7 % den 4. Platz.
Quelle: Statistik Austria
Mehr als ein Drittel der österreichischen Ärzteschaft ist in zehn Jahren in Pensionsalter
- 18.346 Ärztinnen und Ärzte werden in Österreich innerhalb der kommenden zehn Jahre das Pensionsalter von 65 Jahren erreichen oder überschreiten.
- Schon heute ist ein Drittel (32,7 Prozent) der gesamten Ärzteschaft bereits älter als 55 Jahre.
- Allein zur Beibehaltung des aktuellen Personalstands müssten jährlich etwa 1.836 Ärzt:innen nachbesetzt werden.
- Besonders kritisch ist der niedergelassene Bereich: Dort liegt der Altersgipfel bereits bei 63 Jahren.
Quelle: Ärztekammer
Private Zusatzversicherung in der Mitte der Gesellschaft
- Vier von zehn der in Österreich lebenden Menschen sind privat versichert (3.656.883 versicherte Personen)
- In Summe gab es 7.523.152 Schaden- und Leistungsfälle, eine Steigerung von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024.
- Unmittelbar ausgezahlt haben die privaten Versicherungen 2,181 Milliarden Euro. Der größte Anteil von rund 55 Prozent ist der Krankenhauskostenersatz (Hauskosten und Honorare), gefolgt von 16 Prozent Arztleistungen (niedergelassener Bereich)
- 2025 haben sich 86.000 Menschen zusätzlich privat versichert. Das entspricht der Bevölkerung von Villach und Mödling zusammen.
- Starkes Wachstum über ein Jahrzehnt: von 2,9 Mio. (2012) auf 3,6 Mio. (2024) – ein Plus von 700.000 Personen, mehr als 2× Graz.
Quelle: VVO Jahresbericht 2025, Seite 63 (pdf)
Wie entlastet die private Zusatzversicherungversicherung das öffentliche System?
Wahlarzt
- Die öffentliche Kasse erstattet in der Regel bis zu 80 % des Kassentarifs für die jeweilige Leistung (nicht 80 % des tatsächlich bezahlten Betrags). Versicherte erhalten maximal 80 Prozent des Kassentarifs refundiert, also dessen, wie viel ein Kassenarzt für dieselbe Leistung bekäme. Die Höhe des Wahlarzthonorars ist dafür irrelevant.
- Jede Wahlarztleistung kostet die öffentliche Hand höchstens 80 Prozent dessen, was beim Kassenarzt fällig wäre. So bringt jeder Wahlarztbesuch 20 Prozent Einsparung.
Sonderklasse
- In der Sonderklasse öffentlicher Spitäler tragen die Privatversicherten durch die Sonderklassehonorare dazu bei, Spitzenärzt:innen im öffentlichen System zu halten. Diese Honorare sind für die in den öffentlichen Spitälern angestellten Ärzt:innen ein Anreiz, dort zu bleiben, weil sie einen bedeutenden Zuverdienst zum Gehalt darstellen.
- Da die Spitalärzteschaft natürlich nicht nur Sonderklassepatienten, sondern überwiegend Nicht-Privatversicherte behandelt, stellen die Zahlungen der Privatversicherten einen ganz wesentlichen Beitrag zum öffentlichen Spitalssystem dar.
Privatspital
- Nimmt ein Privatversicherter statt der Sonderklasse ein Privatspital in Anspruch – immerhin 41 Prozent aller Fälle der Privaten Zusatzversicherung – profitiert die Allgemeinheit. Die Krankenkassen übernehmen nämlich nur einen kleinen Teil (rund ein Drittel) der medizinischen Behandlungskosten, der Rest ist von den Patient:innen bzw. ihrer Versicherung selbst zu bezahlen.
- Jede:r sozialversicherte Patient:in entlastet die Krankenkasse in erheblichem Ausmaß, wenn die Behandlung statt in einem öffentlichen Spital in einem Privatspital erfolgt.
- Das Leistungsvolumen aller österreichischen Privatspitäler entspricht jenem der öffentlichen Spitäler des ganzen Bundeslands Salzburg, diese Spitäler sind also als quasi zehntes Bundesland in hohem Maß versorgungswirksam.
-
- Im Jahr 2023 fanden von insgesamt 18.072 Geburten in Wien etwa 14 Prozent in Privatkliniken statt und entlasten so öffentliche Spitäler. Österreichweit beträgt der Anteil gut 7 Prozent.
- Bei Katarakt-Operationen („Grauer Star“) werden beinahe 15 Prozent aller Leistungen in Österreich in einer Privat-Klinik erbracht, zuletzt waren das 17.254.
- Auch aufwendige Operationen in systemrelevantem Ausmaß: 10 Prozent aller Knie Total-Endoprothese Operation („Künstliches Kniegelenk“)
Quelle: VVO und Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs (pdf)
Facts & Figures Gesundheitsversicherung UNIQA
- UNIQA ist Marktführer
- Rund 1,4 Millionen Menschen und damit etwa 40 Prozent aller Privatversicherten in Österreich vertrauen auf UNIQA.
Mavie Med
- Der führende Betreiber privater Gesundheitsbetriebe in Österreich mit stationären, tagesklinischen und ambulanten Angeboten sowie Angeboten zur Rehabilitation.
- 800 Betten
- Über 51.000 Patient:innen stationär, über 135.000 ambulant betreut.
- Über 35.600 Operationen durchgeführt.
- Alleine in den Häusern von Mavie Med sind im vergangenen Jahr ganze 4.053 Babys auf die Welt gekommen. In der Privat Klinik Döbling kommen fast 6 Prozent aller Wiener Babys auf die Welt.
Quelle und weitere Details: Mavie Med